Präzise Laserverfahren für verschiedene Augenerkrankungen
Laserbehandlungen sind aus der modernen Augenheilkunde nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen gezielte Eingriffe am Auge – oft ambulant, mit kurzer Behandlungszeit und ohne größeren operativen Aufwand. Im Augenzentrum Isartal in Wolfratshausen und Geretsried setzen wir verschiedene Laserverfahren ein, abgestimmt auf den jeweiligen Befund.
Augenlasern: Alle Verfahren der Laserbehandlung
Der Nd:YAG-Laser kommt bei zwei häufigen Indikationen zum Einsatz: der Trübung der Linsenkapsel nach einer Katarakt-Operation (Nachstar) und der Iridotomie beim Engwinkelglaukom. Beide Eingriffe dauern nur wenige Minuten und sind ambulant durchführbar.
Zur Senkung des Augeninnendrucks beim Grünen Star steht der SLT-Laser (Selektive Lasertrabekuloplastik) zur Verfügung. Er regt den natürlichen Kammerwasserabfluss an und gilt als gewebeschonendes Verfahren. Bei fortgeschrittenem Glaukom kann der Mikro-CPC-Laser eingesetzt werden, der die Kammerwasserproduktion im Ziliarkörper gezielt drosselt.
Der Netzhautlaser behandelt Netzhautrisse, diabetische Netzhautveränderungen und Gefäßverschlüsse – bevor diese das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Für die Korrektur von Brechungsfehlern und bestimmten Hornhauterkrankungen führt Dr. med. univ. Mario Behrendt Femtosekunden- und Excimer-Laser-Behandlungen im Laserzentrum AUGENLASERTEAM MÜNCHEN durch – Vor- und Nachsorge finden im Augenzentrum Isartal statt.
Mit Laserbehandlung Trübungen beseitigen und Augeninnendruck senken
Der Nd:YAG-Laser ist ein bewährtes Verfahren in der Augenheilkunde. Er arbeitet mit kurzen, hochenergetischen Lichtimpulsen und kann Gewebe gezielt öffnen oder durchtrennen, ohne zu schneiden.
Nd:YAG-Laser: Einsatzgebiete im Augenzentrum Isartal
Nachstar (Kapselfibrose): Nach einer Katarakt-Operation kann sich die hintere Linsenkapsel mit der Zeit eintrüben. Das Sehen wird wieder unscharf – ähnlich wie vor dem Eingriff. Mit dem Nd:YAG-Laser lässt sich diese Trübung in wenigen Minuten beseitigen. Dazu wird das Auge mit Tropfen betäubt. Der Eingriff erfolgt ambulant in unserer Augenarztpraxis. Die Sehschärfe verbessert sich meist noch am selben Tag.
Iridotomie bei Engwinkelglaukom: Beim Engwinkelglaukom ist der Abflussweg des Kammerwassers im Auge verengt. Der Augeninnendruck kann dadurch gefährlich ansteigen. Mit dem Nd:YAG-Laser wird eine kleine Öffnung in die Regenbogenhaut (Iris) gesetzt. Das Kammerwasser kann so wieder ungehindert abfließen. Dieser Eingriff ist Teil der Behandlung des Grünen Stars und wird ebenfalls ambulant durchgeführt.
Augeninnendruck senken ohne Operation
Der SLT-Laser (Selektive Lasertrabekuloplastik) ist ein schonendes Verfahren zur Senkung des Augeninnendrucks beim Grünen Star (Glaukom). Er wird häufig eingesetzt, wenn Augentropfen den Druck nicht ausreichend senken oder schlecht vertragen werden.
Ablauf und Wirkung der SLT-Behandlung bei Glaukom
Der Laser wirkt gezielt auf die Zellen des Trabekelwerks – das ist das natürliche Abflussgewebe des Auges. Durch die Laserenergie wird der Abfluss des Kammerwassers angeregt, ohne das Gewebe zu zerstören. Der Augeninnendruck sinkt dadurch in vielen Fällen messbar. Das Verfahren gilt als gewebeschonend und kann bei Bedarf wiederholt werden.
Die Behandlung dauert nur wenige Minuten. Das Auge wird mit Tropfen betäubt und ein Kontaktglas aufgesetzt. Nach der Laser-OP bei Grünem Star sind kurze Nachkontrollen nötig, um den Druckverlauf zu beobachten. Bei Patienten, bei denen trotz SLT-Behandlung eine weitere Drucksenkung erforderlich ist, kann eine Operation des Grünen Stars der nächste Schritt sein.
Laserbehandlung bei Grünem Star
Wenn weder Augentropfen noch eine SLT-Behandlung den Augeninnendruck ausreichend senken, kommen weiterführende Laserverfahren zum Einsatz. Der Mikro-CPC-Laser (Mikropuls-Zyklophotokoagulation) behandelt den Ziliarkörper – das ist das Gewebe im Auge, das das Kammerwasser produziert. Wird seine Aktivität gedrosselt, sinkt der Augeninnendruck. Dieses Verfahren kommt insbesondere dann in Betracht, wenn invasive (fistulierende) Operationsmethoden vermieden werden sollen oder nicht den gewünschten Behandlungserfolg erzielt haben.
Gewebe gezielt behandeln zur Augendrucksenkung
Der Mikropuls-Laser arbeitet mit kurzen, unterbrochenen Impulsen. Das Gewebe wird dabei nicht dauerhaft zerstört, sondern gezielt beeinflusst. Das Verfahren gilt daher als gewebeschonender als ältere Zyklophotokoagulations-Methoden. Es eignet sich für Patienten mit fortgeschrittenem Grünen Star, bei denen andere Maßnahmen nicht ausreichen oder eine Operation nicht in Frage kommt.
Die Behandlung erfolgt ambulant. Das Auge wird örtlich betäubt und ein spezielles Kontaktstück wird auf das Auge aufgesetzt, über das der Laser geführt wird. Auch eine Sedierung ist auf Wunsch möglich. Nach dem Eingriff sind Nachkontrollen nötig, um den Druckverlauf zu beobachten. Je nach Befund kann die Behandlung wiederholt oder mit einer Glaukom-Operation kombiniert werden.
Netzhautrisse, Gefäßverschlüsse und diabetische Veränderungen behandeln
Der Netzhautlaser wird eingesetzt, um krankhafte Veränderungen an der Netzhaut zu behandeln, bevor sie das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Das Verfahren arbeitet mit gezielten Lichtimpulsen, die Gewebe verschweißen oder veröden – je nach Befund und Ziel der Behandlung. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung.
Laserbehandlung bei Netzhauterkrankungen: Einsatzgebiete und Ablauf
Netzhautforamen und drohende Netzhautablösung: Ein Riss oder Loch in der Netzhaut kann zur Netzhautablösung führen. Mit dem Laser wird das umliegende Gewebe verschweißt, sodass sich die Netzhaut nicht weiter ablösen kann. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend.
Diabetische Retinopathie: Bei diabetischen Netzhautveränderungen können krankhafte Gefäße mit dem Laser verödet werden. So lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung in vielen Fällen verlangsamen.
Gefäßverschlüsse: Nach einem Verschluss von Netzhautgefäßen können sich krankhafte neue Gefäße bilden. Der Laser verhindert deren weiteres Wachstum und schützt so das verbliebene Sehvermögen.
