Häufige Fragen an unsere Augenärzte – kompakt beantwortet
Rund um Ihren Besuch
Ja, das Augenzentrum Isartal in Wolfratshausen und Geretsried nimmt Neupatienten auf – gesetzlich und privat Versicherte gleichermaßen, jeden Alters und aus der gesamten Region. Auch Patienten aus Bad Tölz, Starnberg, Dietramszell, Königsdorf, Baierbrunn und dem gesamten Isartal sind herzlich willkommen.
Alles Wichtige zur Vorbereitung auf Ihren ersten Besuch – von den mitzubringenden Unterlagen bis zum Ablauf – finden Sie in den folgenden Abschnitten.
Gesetzlich Versicherte bringen bitte ihre Krankenversicherungskarte mit. Eine Überweisung vom Hausarzt ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Diabetes oder Bluthochdruck) die Koordination zwischen den Praxen erleichtern. Falls vorhanden, sind Ihre aktuelle Brille mit Brillenpass, Ihr Medikamentenplan sowie relevante Vorbefunde hilfreich, um die Behandlung bestmöglich auf Ihre Situation abzustimmen. Diabetiker bringen bitte ihren Diabetiker-Pass mit.
Wie Ihr Besuch im Augenzentrum Isartal abläuft, erfahren Sie hier.
Das hängt davon ab, ob bei der Untersuchung die Pupille erweitert wird. Augentropfen zur Pupillenerweiterung beeinträchtigen die Sehschärfe und die Blendempfindlichkeit für mehrere Stunden. In dieser Zeit ist das Führen eines Fahrzeugs nicht sicher und rechtlich nicht zulässig. Wir empfehlen, in diesem Fall öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder eine Begleitperson mitzubringen. Das Augenzentrum Isartal in Wolfratshausen liegt direkt an der S-Bahn-Haltestelle und ist gut mit dem ÖPNV erreichbar.
Ob bei Ihrem Termin eine Pupillenerweiterung geplant ist, teilen wir Ihnen auf Nachfrage gerne vorab mit.
Neupatienten füllen zunächst unseren digitalen Aufklärungs- und Anamnesebogen aus. Dieser kann vorab bequem online aufgerufen werden, um Zeit in der Praxis zu sparen. Nach der Anmeldung an der Rezeption nehmen wir Ihr Anliegen auf. Je nach Befund und Fragestellung prüfen wir die Sehschärfe, messen den Augeninnendruck oder nehmen weiterführende Untersuchungen vor – etwa eine Netzhautuntersuchung oder eine Spaltlampenuntersuchung des vorderen Augenabschnitts.
Bitte beachten Sie, dass manche Untersuchungen Ihre Fahrtauglichkeit beeinflussen.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen augenärztliche Untersuchungen, wenn ein medizinischer Anlass besteht – etwa bei Beschwerden, bekannten Erkrankungen oder auffälligen Befunden. Reine Vorsorgeuntersuchungen ohne konkreten Anlass, wie die Glaukomvorsorge oder die Früherkennung der Makuladegeneration, sind hingegen meist keine Kassenleistung und werden als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) privat abgerechnet. Privatversicherte haben je nach Tarif häufig einen umfassenderen Anspruch.
Wir klären Sie vor der Untersuchung transparent darüber auf, welche Leistungen von Ihrer Krankenkasse übernommen werden und welche Sie selbst tragen.
Fachliche Fragen
Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die Augenlinse allmählich ein. Das Sehen wird unscharf, Farben wirken blasser und die Blendempfindlichkeit nimmt zu. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und betrifft vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Neben dem natürlichen Alterungsprozess können auch Diabetes, UV-Strahlung oder bestimmte Medikamente die Linsentrübung begünstigen.
Der Graue Star lässt sich nur operativ behandeln. Bei der Katarakt-Operation wird die getrübte Linse durch eine klare Kunstlinse ersetzt – ein routinemäßiger Eingriff mit hoher Erfolgsrate.
Katarakt-Operation stehen verschiedene Kunstlinsen (Intraokularlinsen, IOL) zur Verfügung, die je nach Sehbedarf und individuellen Voraussetzungen ausgewählt werden. Man unterscheidet unter anderem klare oder gelb getönte IOL, sphärische und asphärische IOL zur Optimierung der Abbildungsqualität, torische IOL zum Ausgleich einer Hornhautverkrümmung sowie multifokale oder EDoF-IOL (Extended Depth of Focus) für mehr Unabhängigkeit von der Brille in verschiedenen Entfernungen. In bestimmten Fällen können zusätzlich sogenannte Add-on-IOL als ergänzende Linse eingesetzt werden. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Ihren Augen, Ihren Sehgewohnheiten und Ihren individuellen Erwartungen ab.
AMD steht für altersbedingte Makuladegeneration. Sie betrifft den zentralen Bereich der Netzhaut (Makula), der für scharfes Sehen verantwortlich ist. Im Verlauf der Erkrankung verschwimmt das zentrale Sehfeld, gerade Linien erscheinen verzerrt und das Lesen wird zunehmend schwerer. Die Erkrankung tritt vor allem ab dem 60. Lebensjahr auf und ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter.
Man unterscheidet die trockene und die feuchte AMD. Die feuchte Form schreitet schneller voran und kann mit intravitrealen Injektionen behandelt werden.
Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Erkrankung des Sehnervs, die meist durch einen erhöhten Augeninnendruck verursacht wird. Ohne Behandlung kann sie das Gesichtsfeld zunehmend einschränken – bis hin zum dauerhaften Sehverlust. Zu den Risikofaktoren zählen familiäre Vorbelastung und höheres Lebensalter.
Frühzeitig erkannt lässt sich das Fortschreiten des Glaukoms in vielen Fällen aufhalten – durch Augentropfen, eine SLT-Laserbehandlung oder, bei fortgeschrittenem Befund, eine Operation des Grünen Stars.
Der Nachstar (Kapselfibrose) ist eine häufige Folgeerscheinung nach einer Katarakt-Operation. Dabei trübt sich die hintere Linsenkapsel, die bei der Operation im Auge belassen wird, mit der Zeit ein. Das Sehen wird wieder unscharf – ähnlich wie vor dem Eingriff. Der Nachstar ist keine Komplikation im eigentlichen Sinne, sondern eine natürliche Reaktion des Gewebes. Er tritt bei einem Teil der operierten Patienten auf, meist Monate bis Jahre nach dem Eingriff.
Mit dem Nd:YAG-Laser kann die Trübung in wenigen Minuten beseitigt und die Sehschärfe schnell wieder verbessert werden.
Bei einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ist die Hornhaut des Auges nicht gleichmäßig gewölbt, sondern in einer Achse stärker gekrümmt als in der anderen – ähnlich wie die Oberfläche eines Löffels. Licht wird dadurch nicht in einem Punkt auf der Netzhaut gebündelt, sondern verzerrt. Betroffene sehen sowohl in der Nähe als auch in der Ferne unscharf oder verzerrt. Hornhautverkrümmungen sind häufig und lassen sich meist gut mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigieren.
In ausgeprägten Fällen oder bei gleichzeitiger starker Fehlsichtigkeit kann eine operative Korrektur sinnvoll sein – etwa durch refraktive Linsenchirurgie mit torischen Linsen oder durch eine Excimer-Laserbehandlung.
Ein Gerstenkorn (Hordeolum) ist eine akute Entzündung einer Drüse am Augenlid, meist ausgelöst durch Bakterien. Es zeigt sich als schmerzhafte, gerötete Schwellung am Lidrand – innen oder außen. Betroffene spüren oft ein Druckgefühl oder Wärme im betroffenen Bereich. In den meisten Fällen heilt ein Gerstenkorn innerhalb weniger Tage von selbst ab. Warme Kompressen können den Heilungsprozess unterstützen.
Klingt das Gerstenkorn nicht ab, wird größer oder kehrt es regelmäßig wieder, sollte es augenärztlich abgeklärt werden.
Das trockene Auge (Sicca-Syndrom) entsteht, wenn die Augenoberfläche nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit versorgt wird. Typische Beschwerden sind Brennen, Jucken, ein Fremdkörpergefühl oder gerötete Augen. Paradoxerweise können trockene Augen auch vermehrt tränen, da die Augenoberfläche gereizt wird.
Begünstigende Faktoren sind langes Bildschirmarbeiten, trockene Raumluft, das Tragen von Kontaktlinsen oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Bei anhaltenden Beschwerden empfiehlt sich eine augenärztliche Untersuchung im Augenzentrum Isartal in Wolfratshausen oder Geretsried.
